
Fußgängersteg über Ermskanal
Auf der Tagesordnung der November-Sitzung standen Betriebsplan Gemeindewald, Gewässerentwicklungsplan, Änderung Bebauungsplan Krotenbach und eine Spende für die Fußgänger-Brücke hinter der Volksbank.

Auf der Tagesordnung der November-Sitzung standen Betriebsplan Gemeindewald, Gewässerentwicklungsplan, Änderung Bebauungsplan Krotenbach und eine Spende für die Fußgänger-Brücke hinter der Volksbank.
Die alljährliche Ehrung der Blutspender stand als nächstes auf der Tagesordnung; Bürgermeister Heidrich fand lobende Worte und überreichte ein Weingeschenk. Anschließend kam auch Goran Molinovic vom Roten Kreuz zu Worte und lobte die Bereitschaft der Blutspende und außerdem die äußerst gute Zusammenarbeit mit Hausmeister Jürgen Eisenlohr vom Dorfgemeinschaftshaus. So laufe der Termin in Bempflingen immer optimal.
Für die November-Sitzung des Gemeinderates interessierten sich fünf Herren; wobei Willi Auch-Schwelk die Bürgerfragestunde zum Anlass nahm, ein weiteres Mal nach einer Fußgängersicherung in der Lindenstraße vor dem Seniorenheim zu fragen. Bürgermeister Heidrich zeigte Verständnis und verwies auf den Antrag der FWV, der an diesem Abend eingegangen sei. Unter „nicht öffentlich gefasste Beschlüsse“ teilte Bürgermeister Heidrich mit, dass die beiden Beamten im Rathaus zu Oberamtsräten befördert wurden.
Ein weiterer jährlich stattfindender Tagesordnungspunkt ist der Betriebsplan für den Gemeindewald für das Folgejahr. Hierzu war Revierförster Ernst anwesend und berichtete. Der Einschlag richtet sich nach den Vorgaben des Forsteinrichtungswerkes von 2003 bis 2012, dessen Vorgabe für den Einschlag pro Jahr ca. 450 fm vorsieht. Diese Menge wird 2009 unterschritten, um die Überschreitungen in den Vorjahren aus zu gleichen. Der Einschlag fand im Gewann Ebnethau statt und wurde bereits am Morgen des Sitzungstags getätigt; deshalb war die Großbettlinger Straße gesperrt. Das Haus, bzw. die Flächenlose werden im Dezember angeboten. Im Kulturplan war die Neubepflanzung bzw. Rekultivierung der von der Deutschen Bahn beanspruchten Fläche im Hagenbuch vorgesehen; dies findet jetzt zunächst nicht statt, da die Fläche noch nicht wieder zu Verfügung steht. Bürgermeister Heidrich verwies aber darauf, dass die Bahn der Gemeinde für die Fläche 3400 EU zahlen wird, diese vermindern den Abmangel von vorgesehenen 4500 EU..
Bereits in der Oktobersitzung informierte Carolyn Berger vom gleichnahmigen Büro in Metzingen über den Gewässerentwicklungplan und seine Notwendigkeit und Möglichkeiten. Die Verwaltung hatte anschließend einen Leistungskatalog für eine solche Planung eingeholt und ihn 3 Büros wegen eines Kostenvoranschlags zukommen lassen. Nachdem das Büro Berger mit 5426 EU das günstigste Angebot vorgelegt hatte, bekam es jetzt den Zuschlag. Gemeinderat Maschek fragt nach, ob eine Satzung für einen Gewässerrandstreifen auch Gegenstand sein könne. Dies bestätigte Bürgermeister Heidrich. Gemeinderätin Voss fragte nach, ob schon ein Gespräch zwischen Frau Berger und Herrn Walter vom gleichnamigen Büro stattgefunden habe. Dies soll demnächst stattfinden, wobei auch das Büro Pirker+Pfeiffer hinzu gezogen wird.
Nachdem auf dem Grundstück Bachstr. 8 ein zweites Haus errichtet werden soll, wurde im Gemeinderat angeregt, eine Bebauungsplanänderung einzuleiten, damit mögliche Bauvorhaben in diesem Teil des Bebauungsplans Krotenbach sinnvoll geplant werden können. Es gibt hier verschiedene unbebaute Grundstücke und der Ortsentwicklungsplan sieht hier eine Nachverdichtung vor. Das Büro Baldauf soll Planungen vorlegen bzw. ein entsprechendes Angebot machen. Dann wird der Gemeinderat entscheiden.
Kämmerer Weber stellte eine weitere Spende vor, über deren Annahme der Gemeinderat zu beschließen habe. Er zeigte sich erfreut, dass Spenden und eine Entscheidung darüber fast in jeder Sitzung vorliegen. Diesmal handelt es sich um eine Spende der Volksbank Hohenneuffen über 1.000 EU. Als Zweck wird genannt: Heimatpflege (Brückengeländer am Ermskanal). Die Gemeinde Bempflingen hatte den Steg über die Erms mit einem dekorativen und gleichermaßen zweckmäßigen Geländer durch die ortsansässige Firma Steeb Metallbau versehen lassen. Das ganze trägt zu einer optischen Aufwertung dieses Gebietes zwischen Erms und Ermskanal zwischen Mittelstädter- und Lindenstraße bei.
Unter Verschiedenes wurde der Antrag der FWV vorgestellt, vor dem Seniorenheim Im Dorf eine Fußgängersicherung zu installieren. Nachdem es in Bempflingen durch verschiedene Baustellen zu einer massiven Verkehrszunahme gekommen ist, forderte Gemeinderat Reitermayer Bürgermeister Heidrich auf, beim Landratsamt Druck zu machen.

Keine Chance über die Straße zu kommen (Foto Voss)
Eine Auto am Anderen (Foto Voss)
Für die SPDUB begrüßte Gemeinderätin Voss die Initiative und teilte mit, dass sie für die Sitzung hätte vorschlagen wollen, dass der Bauausschuss sich die Situation einmal zwischen 18 und 18.30 Uhr anschaut. Die Ausleuchtung der Stelle sei total ungenügend. Nachdem man am Kreisverkehr bereits einen Zebrastreifen ohne die nötigen Fußgänger- und Autozahlen von Seiten des Verkehrsamtes genehmigt habe, wäre dies hier auch notwendig. Beschlossen wurde, dass das Landratsamt zu dieser Zeit, d.h. am frühen Abend, sich ein Bild von den unzureichenden Bedingungen macht.
Gemeinderätin Voss fragte Bürgermeister Heidrich nach dem Ergebnis der Verkehrszählung und der Geschwindigkeitsmessungen in Kleinbettlingen vom Oktober. Dies liegt erst kurz vor und wird den Fraktionen demnächst zugeleitet. Generell ist aber festzustellen, dass 85% der Autofahrer sich den die 50 kmh halten.
Bürgermeister Heidrich verwehrte sich gegenüber den Vorwürfen, die sein wieder gewählter Amtskollege Krüger erhoben habe. Alles sei Lüge; er habe lediglich beim Ordnungsamt im Rathaus Neckartenzlingen angerufen und wegen der Anzahl der Wahlplakate des Amtsinhabers nachgefragt. Der Gemeinderat nahm dies zur Kenntnis und Gemeinderätin Voss bedauerte, dass das Verhältnis zwischen den Bürgermeistern der beiden Nachbargemeinden so zerrüttet sei. Sie verwies darauf, dass zwischen den Gemeinderäten der beiden Gemeinden ein guter, vertrauensvoller und kollegialer Stil die Regel sei und dass ihre Fraktion Bürgermeister Heidrich auffordere, nachdem die Wahl gelaufen sei, sich um ein kollegiales Zusammenarbeiten mit dem neuen und alten Kollegen zu bemühen. Man habe den einstimmigen Beschluss gefasst, im Gemeindeverwaltungsverband enger zu kooperieren und bei der Region Stuttgart sich um ein „Unterzentrum“ zu bemühen – da sei für gegenseitige Vorwürfe kein Raum.
Eva Voss