Nicht mehr das neueste Gebäude Die Novembersitzung des Gemeinderates war sehr gut besucht. Das lag daran, dass ca. 20 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Bempflingen und Kleinbettlingen teilnahmen. Es ging nämlich um den Feuerwehrbedarfsplan, den Kommandant Stephan Hauser mit seinen Kollegen erarbeitet hatte.
Unter nicht öffentlich gefassten Beschlüssen teilte Bürgermeister Berndt Heidrich mit, dass zwei Erzieherinnen für den Kindergarten Hanflandweg und eine für Kleinbettlingen eingestellt wurden.
Als erster Punkt stellte Armin Tomm, Sachgebietsleiter des Esslinger Kreisforstamtes, den Betriebsplan 2010 für den Gmeindewald vor, der auf dem Forsteinrichtungswerk von 2002 beruht. Dort ist festgelegt, dass jedes Jahr 450 fm Holz eingeschlagen werden können oder sollen. Nachdem auch durch „zufällige Nutzung“ Bäume wegfielen, wie z.B. bei der Hangrutschung entlang der Bahnstrecke Tübingen Stuttgart, sollen 2010 nur 400 fm eingeschlagen werden. Bei der Jungbestandspflege geschieht im kommenden Jahr nichts, da schon 78 % des Zehnjahressolls erfüllt sind. Es soll vorwiegend Esche eingeschlagen werden, da dieses Holz einen guten Marktwert erzielt. Es soll auch Brennholz zum Verkauf kommen, da hier die Nachfrage recht gut ist und 50 €/fm gezahlt wird. Auf Nachfrage teilte Armin Tomm mit, dass über die Ausgleichsmaßnahmen für das Projekt an der Bahn noch Gespräche geführt werden. Über den Zustand des Waldes zeigte sich Tomm recht zufrieden, er sei seit dem letzten Sommer/Jahr nicht schlechter geworden, da es im März, Mai und Juli recht viel Niederschläge gab. Es war auch weniger Käfer- und Insektenfraß zu verzeichnen.
Als nächster Punkt war der Feuerwehrbedarfsplan auf der Tagesordnung. Stephan Hauser stellte den Bedarfsplan vor und stellte sich sachkundig allen Fragen. Der Plan wurde von Stephan Hauser, Jörg Lauxmann, Frank Schmid, Erich Menyhart und Andreé Wurster erarbeitet und fand die Zustimmung des Kreisbrandmeisters Bernhard Dittrich. Sowohl bei den Räumlichkeiten als auch bei dem Fahrzeugpark herrscht großer Nachholbedarf. Das „jüngste“ Fahrzeug ist Baujahr 1993. Die Feuerwehr besteht aus der Abteilung Bempflingen (43 Aktive) und der Abteilung Kleinbettlingen (16 Aktive). Wichtig für die Einsätze ist, dass jeweils eine Mannschaftsstärke von 18 Personen bereit steht. Dies ist tagsüber schwieriger zu garantieren als nachts. In Kleinbettlingen wird die Zahl 18 tagsüber nicht erreicht. Das Gleiche ist z.B. in der Nachbargemeinde Großbettlingen der Fall, hier wird tagsüber die Bempflinger Wehr alarmiert. Dazu gibt es Vereinbarungen für die Gemeinden entlang der K 1231. Zum Teil sind geänderte Kooperationen vorgesehen; so fällt z.B. Neckartailfingen weg und Grafenberg, wo auch tagsüber die nötige Mannschaftsstärke gewährleistet ist, kommt hinzu. Der Gemeinderat war sich einig, dass für 2011 ein Fahrzeug im Haushalt eingestellt werden muss. Ansonsten nahm man vom Bedarfsplan Kenntnis, lobte die Einsatzfreude und das Engagement der Feuerwehrkameraden und vereinbarte ein Gespräch im informellen Rahmen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden die Sanierungsarbeiten auf dem Friedhof in Bempflingen an den günstigsten Bieter, die Firma Krug aus Kirchheim für einen Betrag von 63.482 € vergeben. Die Bauzeit soll 4 Wochen betragen, die Arbeiten sollen in Februar/März 2010 beginnen, je nach Witterung. Der Querweg entlang der Mauer zur Gerockstraße soll der Rasenfläche zugeschlagen werden und demnächst findet eine Bemusterung der Steine an.
Zwei Baugesuche wurden ohne große Diskussion einstimmig verabschiedet.
Unter „Verschiedenes“ gab Bürgermeister Heidrich folgenden Sachstandsbericht zum Thema „Überregionaler Kooperationsraum“ ab. Am 21. Juli 2008 hatte der Gemeinderat mehrheitlich beschlossen, sich an einer Beauftragung der Kommunalentwicklung (KE) der LBBW zu beteiligen. Sie sollte ein Regionalentwicklungskonzept erarbeiten, und zwar für den Kooperationsraum Bempflingen-Grafenberg-Großbettlingen-Kohlberg-Riederich mit der Unterstützung des Verbands Region Stuttgart und des Regionalverbands Neckar-Alb. Zu Beginn der Vorbereitungsphase sollte eine Auftaktveranstaltung mit allen Gemeinderäten stehen. Da man während der vergangenen 15 Monate nur einmal auf Nachfrage etwas erfahren hatte, hatte Gemeinderätin Voss jetzt nachgefragt.
- 21.07.08 Zustimmung des GR (als letzte Gemeinde) zur Beauftragung der KE
- Zeitplan vom Nov. 08 sah zu Beginn der Konzeptionsphase eine Auftaktver-
anstaltung mit den GR aller Gemeinden vor und danach erst die Erarbeitung der
Themen.
- nach den Sommerferien 2008 hat KE einen umfangreichen Fragebogen
ausgearbeitet, der von den Gemeinden bis Ende Jan. 09 ausgefüllt werden sollte.
- Am 19.01.09 fand ein Abstimmungsgespräch mit den Gemeinden statt an dem die
Umsetzung des Zeit- und Strukturplans besprochen wurde. Dabei wurde u. a.
festgelegt, dass die Informationsveranstaltung mit allen GR erst nach der
Erstellung des Handlungsprogramms erfolgen soll. GR wurde hierüber informiert.
- Zusätzlich zu dem bereits erwähnten umfangreichen Fragebogen fanden zwischen
Februar und April 2009 Gespräche vor Ort mit den jeweiligen BMs statt, damit sich
die KE ein Bild über die Situation in den einzelnen Gemeinden machen konnte.
- Im Mai begannen die Sitzungen der Arbeitsgruppe. Mitglieder der Arbeitsgruppe
sind neben der KE die BMs der beteiligten Gemeinden, sowie Vertreter des VRS
und des Regionalverbands Neckar-Alb. Zu den einzelnen Themen wurden jeweils
noch Fachleute hinzugezogen.
- bisher fanden folgende Sitzungen statt:
07.05.09 Großbettlingen: Demographische Entwicklung im Kooperationsraum
Regionalplanung
Gewerbeentwicklung
01.07.09 Riederich Einzelhandelsentwicklung
Kinderbetreuung
Technische Infrastruktur
14.09.09 Bempflingen ÖPNV
Einzelhandel
Medizinische Versorgung
Schnelles Internet
13.10.09 Kohlberg Tourismus
Schulen/Schulentwicklung
Medizinische Versorgung
Schnelles Internet
Bauhöfe
Naturschutz/Ausgleichsflächen
die letzte AG-Sitzung ist vorgesehen am
15.12.09 Großbettlingen Zusammenfassung der Ergebnisse
Perspektiven der interkommunalen Zusammenarbeit
Einbindung der GR und der Bürgerschaft
Zahlungen an die KE wurden bisher nicht geleistet.
In der Folge teilte Bürgermeister Heidrich mit, dass seine Verabschiedung und die Amtseinsetzung seines Nachfolgers Bernd Welser für den 1. Februar 2010 19.30 Uhr vor gesehen ist.
Gemeinderätin Voss machte den Vorschlag, einen Streifen entlang der Zufahrt zu „Im Dorf“ ein zu schottern, dass auch hier ein paar Parkplätze geschaffen werden. Bürgermeister Heidrich bezweifelte einen Bedarf, versprach aber, die Sache bis zur Dezembersitzung zu prüfen.
Eva Voss