Gemeinderatssitzung vom 10. September 2012

Veröffentlicht am 13.09.2012 in Gemeinderatsfraktion

An diesem Bild könnte sich demnächst einiges ändern

Die erste Gemeinderatssitzung nach den Sommerferien war eine Sondersitzung, angesetzt auf Grund des zweiten Vergabepakets für den Neubau der Kinderkrippe Auf Mauern. ...

Anwesend waren die Architekten Gottfried Mueller und Hans-Joachim Kraft vom beauftragten Architekturbüro Mueller, Benzing und Partner aus Esslingen. Es ging um die Bemusterung. Entschieden wurde die Fassadengestaltung (bedecktes Rot sowie Gelb für Türen und Fenster), über die Bodenbeläge (Parkett und Fein-Steinzeug-Platten), Decken (Gipskarton, in Gruppenräumen und Atelier gelocht), Möblierung (Sanitärräume mit Wickelkommoden, Flur mit Sitzbänken und drüberhängenden Fächern), Küche (normale Haushaltsgeräte und Schränke). In den Kosten nicht enthalten sind z.B. Geschirr, Besteck, Decken/Kopfkissen, Bezüge.
Ein weiterer Punkt der Diskussion war die Gestaltung der Freifläche vor der Kinderkrippe. Sie ist begrenzt durch das Atelier an der Nordseite und die Zufahrt für die Feuerwehr (Schotterrasen) an der Südseite. Auf dieser Fläche finden ein Sandkasten und eine kleine Rasenfläche Platz. Außerdem ist dort ein vorhandener schöner alter Baum, der unbedingt erhalten werden soll, da er das Gebäude sowie die Freispielfläche im Sommer beschattet und einen Sonnenschutz entbehrlich macht. Die Erzieherinnen sind mit dem Platz eher unzufrieden, da noch nicht einmal Platz für ein kleines Häuschen für die Aufbewahrung der Spielsachen oder auch nur eine Rutsche bleibt. Dem wurde entgegen gehalten, dass die "größeren Kleinen" durchaus auch die Freispielfläche der Kindergartenkinder mit benutzen können.
Kindergartengesamtleiterin Yvonne Lang brachte in diesem Zusammenhang zur Sprache, dass ein Gesamtkonzept für den Freispielbereich versprochen wurde. Dies ist eine schon lange bestehende Forderung. Auch hätten die Eltern beim Sternetag der Gärtnerei Vatter durch ihren Einsatz eine schöne Summe für eine Wasserlandschaft erarbeitet. Von Seiten der Verwaltung und der Architekten wurde versprochen, sich hier weitere Gedanken zu machen.
Aus Kostengründen verzichtete das Gremium auf den Bau einer behindertengerechten Rampe an der Nordseite des Gebäudes, die laut Architekten nicht behindertengerecht, sondern nur behindertenfreundlich hätte gestaltet werden können und 18.500 € gekostet hätte. Nachdem der bisherige Kindergarten auch nicht behindertengerecht ist, hätte dies auch keinen Sinn gemacht. Sollten entsprechende Regelungen und Forderungen anstehen, müsste man eher an einen Aufzug denken. Außerdem verfügt die Gemeinde über zwei barrierefreie Kindergärten, sodass man im Bedarfsfall ausweichen könnte. Die Nordwand wird im Rahmen des Baus der Treppe komplett saniert, damit die Feuchtigkeit in diesem Bereich ausgeschaltet wird (Kostenpunkt > 8000 €). Für diese außerplanmäßige Ausgabe erteilte der Gemeinderat einstimmig seine Zustimmung. Mit den Aushubarbeiten wird ausgangs der Woche begonnen. Am 28. September ist offizieller erster Spatenstich.

Hier einige Impressionen von der bereits vorhandenen Baustelle:

Dieses Bild bedeutet nicht, dass der Kindergartenbetrieb eingestellt ist

Blick von der Schulstraße

Blick vom Schulhof

Nachdem man versucht hatte, Kosten einzusparen, gab es gleich wieder zusätzliche Ausgaben zu genehmigen. Nachdem die Mülleimer bisher an der Ostwand des alten Gebäudes untergestellt sind, brauchen sie jetzt einen neuen Platz. Dieser ist an der Westseite der Turnhalle vorgesehen, mit einem festen Fundament und einer Einhausung. Kostenpunkt: 10.500 € brutto. Jedem im Gremium wurde an diesem Abend wohl klar, dass die Kosten des Projektes sich rapide der 1-Million-Grenze nähern – allem Sparwillen zum Trotz.

Eva Voss