Gemeinderatssitzung vom 17. Mai 2010

Veröffentlicht am 19.05.2010 in Gemeinderatsfraktion

DGH: Die Schrägdächer kommen später dran

Der wohl teuerste Beschluss in dieser Sitzung war der zur energetischen Teilsanierung des Daches im DGH.

Die Mai-Sitzung wurde von 10 ZuhörerInnen verfolgt. Wilhelm Auch-Schwelk nutzte die Bürgerfragestunde. Er berichtete von einer Angehörigenversammlung im Seniorenzentrum. Die Fußgängerfurt an der Apotheke bzw. die Randsteine wurden bemängelt; sie stellten ein zu großes Hindernis für ältere Menschen mit Rollatoren bzw. Im Rollstuhl dar. Des Weiteren wurden über die jetzt erstellten 2 neuen Parkplätze beim Heim weitere gefordert, und zwar auf dem sog. „Linden-Platz“. Bürgermeister Welser sagte Überprüfung zu. Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Hanisch äußerte sich später zu TOP 8, nämlich der Neufestlegung des Konzepts für die Bedarfsorientierte Betreuung (BoB´s) an der Grundschule. Insbesondere sieht er die deutlichen Preiserhöhungen äußerst kritisch.
Nachdem Bürgermeister Welser keine Beschlüsse aus nicht öffentlicher Sitzung mit zu teilen hatte, nahm Architekt A. Kommritz zum Thema energetische Teilsanierung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) am Verwaltungstisch Platz. Im Rahmen des Konjunkturpakets II erhält die Gemeinde ca. 34.000 € im Rahmen der Infrastrukturpauschale. Diese Mittel sollen in die Sanierung des Flachdachs und der angrenzenden Fensterbänder in der Halle investiert werden.
Die Kosten werden sich laut Kommritz auf ca. 209.000 € belaufen, 126.700 € davon für die Flachdachsanierung und 82.300 € für die Oberlichtverglasung. Im Haushalt 2010 sind dafür 165.000 € eingesetzt; über die verbleibenden 44.000 € machten sich besonders die beiden „Fach-Frauen“ Sandra Maisch und Tanja Galesky ernsthafte Sorgen. Bürgermeister Welser sah das weniger kritisch und meinte, der Haushalt sei so solide, dass er diese Mehrkosten tragen könne. So war die Diskussion über den Umfang der Sanierung auch bald beendet; es mache keinen Sinn, das Dach zu sanieren und die alten Plexiglasfenster nicht zu erneuern. Der letzte harte Winter habe vorgeführt, dass die Halle bei zweistelligen Minusgraden nicht mehr richtig zu beheizen und damit nutzbar sei. Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, die Maßnahme komplett aus zu schreiben. Dinge streichen, könne man immer noch. Auch wurde auf den Zeitdruck verwiesen, dass nämlich das DGH bei Regen nicht vermietbar sei, weil dann an Wasser an verschiedenen Stellen eindringt und es von der Decke tropfst.
Am Festplatz Wasen sind zwei Linden morsch und können die Umgebung gefährden. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass sie entfernt und eventuell durch die beiden zwischen gelagerten Linden vom sog. Lindenplatz ersetzt werden sollen.
Bei der Vorberatung zur Verbandsversammlung des Abwasserzweckverbandes wurde nachtgefragt, wie oft das Rollstor am Eingang gebraucht wird. Wenn dies nicht oft ist, wird die Investition von 3.500 € kritisch gesehen.
Ein dringliches Thema ist die Bedarfsorientierte Betreuung an der Grundschule auf Mauern. Nachdem im Kindergarten Kleinbettlingen zweimal pro Woche eine Ganztagesbetreuung angeboten wird, hatte Bürgermeister Welser eine Umfrage gestartet, um den Bedarf für eine Betreuung an Nachmittagen in der Grundschule zu ermitteln. Nach Angaben der Verwaltung besteht durchaus Betreuungsbedarf, und zwar inklusive Mittagsessen, von 7 bis 17 Uhr. Die Elternbeiträge wurden seit 7 Jahren nicht mehr erhöht; das aktuelle Defizit beläuft sich auf ca. 12.750 €. Die Planungen und Betreuungsvorschläge der Verwaltung ergeben je nach Modell ein Defizit zwischen 13.600 € und knapp 18.000 €. Das angesichts der Tatsache, dass die Elterngebühren deutlich erhöht wurden.
Das Thema wurde vielfältig diskutiert, was nicht immer einfach war, weil Zeitmodelle, Personal- und pädagogische Fragen, sowie Räumlichkeiten, miteinander verquickt waren. Letztendlich einige man sich darauf, dass man für das kommende Schuljahr einsteigen möchte, dass es ein Mittagessen geben wird, sowie eine Bertreuung bis 14.30 Uhr. Mit der Grundschule soll geklärt werden, ob es möglich ist, den Unterricht auch an 2 Nachmittagen anzubieten. Über Gebührenfragen wurde noch keine Einigung gefunden, ebenso wenig wurden die Inhalte der Betreuung vertieft.
Relativ problemlos kam der Beschluss zu Stande, dass im Kindergarten Hanflandweg am dem kommenden Kindergartenjahr morgens bereits um 7 Uhr begonnen wird und dass im Kindergarten Auf Mauern eine durchgehende Betreuung an Dienstagen und Donnerstagen bis 16 Uhr angeboten wird, und zwar inklusive Mittagessen.

Eva Voss