Gemeinderatssizung vom 12. März 2007

Veröffentlicht am 19.02.2008 in Gemeinderatsfraktion

Die Märzsitzung des Gemeinderates wurde von 4 Zuhörern aus Kleinbettlingen verfolgt. Die Bürgerfragestunde wurde nicht in Anspruch genommen. Bürgermeister Heidrich teilte mit, dass TOP 4, d.h. Multimedia-Ausstattung an der Schule, von der Tagesordnung genommen wurde, da man abwarten wolle, was bei der Ausschreibung der Stadt Nürtingen herauskommt. Gegebenenfalls könne man sich hier anschließen und ein günstigeres Angebot erhalten.

Dipl. Ing. Walter stellte die Hochwasserschutzmaßnahmen für Bempflingen und Kleinbettlingen vor. In den vergangenen Monaten wurden die Ergebnisse der grundsätzlichen Überlegungen vom vergangenen Sommer unter Einbeziehung eines weiteren Ingenieurbüros (pirker+pfeiffer ingenieure, Münsingen) verfeinert. Das zusätzliche Büro wurde eingeschaltet, weil es über die erforderliche Software zur Verarbeitung des digitalen Geländemodells verfügt und außerdem einschlägige Erfahrungen vorweisen kann. Herr Walter stellte dem Gemeinderat dieses Gutachten vor.

Zunächst ging er auf die Situation in Kleinbettlingen ein und stellte heraus, dass die Ortslage eigentlich nur entlastet werden kann, wenn die Kanäle zwischen Grafenberger Straße und Milchhäusle und zwischen Seestraße und Auslauf beim Grundstück Rau höher dimensioniert würden. Der Einlauf des Hauwiesenbachs in der Bergstraße könnte praktisch nur durchein Rückhaltebecken hinter einem 5 bis 6 m hohen Damm weiter oberhalb geschützt werden. Dieses Bauwerk wird aber aus verschiedenen Gründen als nicht akzeptabel angesehen. Das Außengebietswasser kann zusätzlich durch einen Graben südlich an der Ortslage vorbeigeführt werden; wobei auch diese Lösung problematisch ist, weil viel Flurstücke durchschnitten werden müssen.

Vor dem Bahndamm ist dann ein Rückhaltebecken geplant, das auf Höhenlinie 330 müNN 28.000 m³ speichern könnte. Die Version in 331 müNN, die 71.000 m³ fassen würde, wurde fallen gelassen, weil dann das Pumphäusle Lauswiesen gefährdet wäre. Gleichzeitig gibt es das RÜB 1000, das so gestaltet werden muss, dass kein Oberflächenwasser eindringen kann.. Die technischen Details wurden ausführlich diskutiert; am 21. April soll es eine Klausurtagung mit Begehung zu diesem Thema geben. Außerdem wurde eine öffentliche Informationsveranstaltung angeregt.

Über die Bildung von Haushaltsresten, die im Vermögenshaushalt z.B. einen Betrag von 133.000 € für die Beteiligung an der Erweiterung des Schulzentrums beinhalten, wurde nicht weiter diskutiert. Ursel Wagner fragte nach den fehlenden 11.000 € für Hochwasserschutz; Kämmerer Weber konnte dazu nur sagen, dass es sich wahrscheinlich um Kosten handele, die bereits 2006 angefallen waren.

Der dreijährige Abschussplan für Rehwild, der eine Reduzierung der Abschussquoten vorsieht, wurde einstimmig angenommen. Drei Baugesuche wurden positiv beschieden.

Eva Voss