Die Gemeinderatssitzung vom 16. April wurde von 5 Zuhörern verfolgt; keiner davon nutzte die Möglichkeit, Fragen an den Bürgermeister zu stellen. Zuvor aber stellte Hans Reitermayer von der FWV einen Antrag zur Tagesordnung mit dem Ziel, den TOP 4.1 zu vertagen. Hierbei handelte es sich um ein Baugesuch. Die FWV war der Ansicht, dass die Befreiungstatbestände nicht explizit aufgeführt worden waren. Dieser Antrag wurde mehrheitlich, aber nur mit einer Stimme Mehrheit, abgelehnt. Die Gemeinderätinnen Heidrich und Nepustil enthielten sich der Stimme.
Wie schon bei der Freiwilligen Feuerwehr wurde der Schulleitung der Grundschule „Auf Mauern“ die Möglichkeit der Einwerbung von Spenden übertragen. Auch die Entgegennahme von Spenden wurde delegiert. Über die Annahme von Einzelspenden bis 100 € wird auch zukünftig der Gemeinderat halbjährlich in zusammengefasster Form entscheiden.
Der folgende Tagesordnungspunkt befasste sich mit o.g. Baugesuch für die Achalmstr. 16. Bereits am 23. Oktober 2006 hatte der Gemeinderat mehrheitlich einer Drehung der Firstrichtung zugestimmt. Es handelt sich um ein problematisches Grundstück, da die EFH´s der Nachbargrundstücke sehr unterschiedlich sind. Die höchstzulässige Firsthöhe von 8 m über „dem bergseitigen natürlichen Gelände“ sowie die Traufhöhe werden deutlich überschritten. Von Gemeinderätin Voss wurde darauf hingewiesen, dass die sog. natürliche Geländehöhe bei einem massiv aufgefüllten Nachbargrundstück schwer zu bestimmen ist, bzw. das Grundstück schwer zu bebauen ist. Problematisch sei auch, dass das eine der letzten Baulücken in einem Gebiet mit einem Bebauungsplan von vor deutlich mehr als 30 Jahren sei. Am Nachmittag hatte ein weiteres Gespräch zwischen Bauherrn und Planer sowie dem Hauptamtsleiter stattgefunden. Dabei war ein Kompromiss erarbeitet worden, der zu einer Reduzierung der Firsthöhe um 0,60 m geführt hatte. Die SPD/UB sowie BM Heidrich stimmten dem gefundenen Kompromiss (Erhöhung der Traufhöhe um 1,45 m und der Firsthöhe um 0,91 m) zu, und zwar unter der Bedingung, dass er im Baugesuch dargestellt wird. Die FWV stimmte mit 5 Stimmen dagegen (GR Nepustil und Reitermayer befangen), Gemeinderätin Heidrich enthielt sich der Stimme; die SPD/UB stimmte zu.
Unproblematisch gestaltete sich ein Baugesuches auf Grundstück Brunnenweg 15; der Gemeinderat stimmte einstimmig zu.
Der Vertrag über die Beteiligung der Gemeinde Bempflingen an den Kosten für die Schulsozialarbeit an der Hauptschule in Neckartenzlingen bedurfte keiner langen Diskussion. Er wird unbefristet, mit einer Kündigungsklausel über 9 Monate, verlängert. Dem stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu. Gemeinderätin Voss verwies darauf, dass bedauerlicher Weise sich das Land aus der Finanzierung zurück gezogen habe, dass sich die Gemeinden nicht wehren konnten, da sie am „Ende der Leiter“ stehen. Da es sich aber um eine Präventive Maßnahme handelt, sei es nicht sinnvoll, dass die Gemeinde deshalb hier einen Rückzieher macht. Gemäß der Schülerzahl handelt es sich um einen Betrag von 11.308 €.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat, dass 11 Atemschutzgeräte für die Freiwillige Feuerwehr angeschafft werden. Der TÜV der alten Geräte ist zum 31.12.2006 abgelaufen. Es wird auf das neue Überdruck-System ESA umgestellt. Ohne längere Diskussion wurde der Anschaffung im Wert von 13.750 € zugestimmt. Im Haushalt sind nur 10.000 € vorgesehen; der überplanmäßigen Ausgabe wurde ebenso zugestimmt.
Eva Voss