Gemeinderatssitzung vom 23.03.2021

Veröffentlicht am 25.03.2021 in Gemeinderatsfraktion

KiGa Hanflandweg: Teil der qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung der Kinderbetreuungslandschaft;

Im Rahmen der "qualitativen und quantitativen Weiterentwicklung der Kinderbetreuungslandschaft"  berichtete Diplomsozialpädagogin Kariane Höhn deutlich über 1 Stunde über ihre bisherige Arbeit in Bempflingen. …

... Die Expertin für Organisations- und Kommunalberatung aus Tübingen wurde am 21. Januar 2020 → https://www.spd-ub-bempflingen.de/meldungen/gemeinderatssitzung-vom-21-januar-2020/ vom Gemeinderat mit einer Planung für die Entwicklung der Kindertagesstätten in Bempflingen und Kleinbettlingen beauftragt. Am 26. Mai 2020 berichtete Frau Höhn über ihre ersten Beobachtungen und Analysen der Kindertagestätten.→ https://www.spd-ub-bempflingen.de/meldungen/gemeinderatssitzung-vom-26-mai-2020/. Am 23.Juni wurde dann der WKB in einer öffentlichen Sitzung mit den gesamten Planungen befasst. Alle Beteiligten wurden in den Prozess eingebunden, um die Entwicklungen so transparent wie möglich zu gestalten und sie auf dem Weg mitzunehmen. Außer Elternvertreter*innen der Krippen- und Kindergartenkinder wurde auch Betreuerinnen der Bedarfsorientierte Betreuung an der Grundschule Auf Mauern (BOB) mit einbezogen.

Frau Höhn gab anschließend einen Sachstandsbericht zu der großen Beteiligungswerkstatt vom 6. März zu dem Thema „Die Kinderbetreuungslandschaft in und für Bempflingen weiterentwickeln“. Im Mittelpunkt standen zwei Punkte:

  • Die Warmspeisenversorgung in KiTas und Grundschule sowie 
  • die Neuordnung der jeweiligen Buchungsbausteine für den Besuch der KiTa´s und der BOB unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme und der Bezuschussung durch das Land.

Warmspeisenversorgung: In Bempflingen wird das Essen durch einen Caterer warm angeliefert, bzw. es wird auch weiterhin warm gehalten, was den Nährwert im Laufe der Zeit rapide bis zu 60 % reduziert. In Kleinbettlingen kocht eigenes Personal, und einmal pro Woche wird es wie in Bempflingen geliefert. Frau Höhn führte die Nachteile des bisher gelieferten Essens aus, d.h. der bereits erwähnte Nährwertverlust, aber auch die Tatsache, dass das Essen nicht den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entspricht, der Caterer keine eigene Kinderlinie hat, Bio-Lebensmittel nicht berücksichtigt sind usw.

Die von der DGE festgelegten Kriterien für eine gesunde und abwechslungsreiche Verpflegung in KiTa´s und Schulen sollen Grundlage der weiteren Planung sein. Das cook+freeze (Kochen + Tiefkühlen)-Verfahren soll zur Anwendung kommen. Dazu schafft die Gemeinde 5 Gefrierschränke und 4 Regenerationsgeräte – sog. „Hybride“ für 30.000 € an. Das Positive an diesem Schritt: das Essen ist nicht nur gesünder, sondern auch nicht teurer als bisher. Alle Beteiligten der Beteiligungswerkstatt (Elternvertreter*innen, Vertreter*innen des pädagogischen Personals, der Grundschule, des Gemeinderates und der Verwaltung) sprachen sich einstimmig für dieses Verfahren aus. Diesem Votum folgte auch der Gemeinderat einstimmig.

 

Neuordnung der jeweiligen Buchungsbausteine für den Besuch der KiTa´s und der BOB unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme und der Bezuschussung durch das Land.

Frau Höhn hatte schon in vorangegangenen Sitzungen erwähnt, dass das äußerst flexible Angebot der Nutzung von KiTa und BOB in Bempflingen sie überwältigt habe und ungewöhnlich sei. Es gäbe so viele „Bausteine“, dass man den Überblick verlieren könne. Des Weiteren würden Zeiten wie z.B. 7 – 7.30 Uhr oder 16 – 16.30 Uhr z.T. von keinem Kind in Anspruch genommen, das pädagogische Fachpersonal muss aber dennoch vorgehalten werden. Eltern mit Kindern Ü3 können aus 11 Buchungsbausteinen wählen. Mit der Möglichkeit in Kleinbettlingen, am Tag 3 Buchungsbausteine tageweise buchen zu können, haben Eltern weitere 15 Buchungsmöglichkeiten = 26 Varianten. Übertroffen wird dies nur noch vom KiGa Hanflandweg mit 28 Varianten. 

Außerdem seien manche Bausteine auch nachteilig, weil sie die Einteilungsstufen der Förderung des Landes praktisch außer Acht lassen (Bsp. 29 Stunden/Woche → ab 30 Stunden gibt es höhere Zuschüsse). Frau Höhn erinnerte daran, dass der gesetzliche Auftrag einer Kindertagesstätte zu Bildung, Erziehung und Betreuung … die Rahmenbedingungen für die gelingende Entwicklung eines Kindes, also auch Bildung und Erziehung, in den Blick nehmen muss. Das bedarfsorientierte Angebot dürfe nicht einzige Richtschnur sein.

Abschließend merkte Frau Höhn an, dass Eltern deutlich mehr buchen als sie in Anspruch nehmen. Die effektivste Zeit sei 9.30 bis 12 Uhr; ansonsten wechsele die Zusammensetzung ständig, was den gemeinschaftlichen Aspekt nicht unbedingt positiv beeinflusse.

 

Bedarfsorientierte Betreuung an der Grundschule: 70 Kinder von 116 Schüler*innen nutzen die BOB.

  • 47 Kinder nutzen die Einrichtung nur an einem Tag, und zwar dienstags oder donnerstags, d.h. die sog. „Brücke“ zwischen Vor- und Nachmittagsunterricht. Dies mache es für die Betreuer*innen nicht unbedingt einfacher.
  • 20 Kinder besuchen die BOB an 5 Tagen, sind somit „echte“ BOB-Kinder, wie Frau Höhn sie nennt.
  • 3 Kinder – alle aus Kl. 2 – besuchen einen Teil der BOB, nämlich die sog. Lernwerkstatt oder Hausaufgabenhilfe.

Die BOB ist gefordert,

  • 4 Mal am Tag die Gruppe der betreuten Kinder zu formieren.
  • Dazu 19 Buchungsbausteine in der Woche in ihren unterschiedlichen Inanspruchnahme pädagogisch und organisatorisch für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren zu gestalten
  • Mit der monatlichen Umbuchungsoption wird die Diskontinuität weiter erhöht.

Frau Höhnt meinte dazu: Auch für die BOB-Kinder gilt dasselbe wie für die jüngeren Kinder: Der Mensch braucht ein gewisses Kontinuum an Gruppe, um sich einzulassen; mitzuspielen.

 

Schließtage: In den Ferien bestand die Möglichkeit, sein Kind in eine andere Gruppe zu schicken. Dies wurde nie in Anspruch genommen und wäre wegen der unterschiedlichen Öffnungszeiten praktisch nicht möglich gewesen. Außerdem ist es auch rechtlich bedenklich. Deshalb fällt dieses Angebot weg. Hier muss noch geplant werden.

Gemeinderätin Sandra Maisch bedankte sich, auch im Namen von Frau Pischulti und Frau Hirle, bei Frau Höhn, Frau Lang und Herrn Kraft für die sehr gut geplante und durchgeführte Beteiligungswerkstatt. 

Nach diesem umfangreichen Tagesordnungspunkt folgte die

 

Neugestaltung Ortsmitte Bempflingen: Vergabe der Arbeiten

Herr Sigmund wurde coronabedingt nicht eingeladen. Frau Galesky vertritt ihn. Herr Sigmund stellt fest , dass es wieder eine gewisse Bereitschaft gibt, Angebote abzugeben. Dies wirke sich günstig auf die Preise aus. Einstimmig entschied sich das Gremium für die Vergabe der Arbeiten an die Firma Ralf Maier Garten- und Landschaftsbau aus Wolfschlugen zum Angebotspreis von 313.951,16 € (insgesamt gab es 8 Angebote).

 

Kanalinnensanierung 2021, vorwiegend mit Inliner-Sanierung geplant. Frau Galesky vertritt auch Herrn Walter. An der Ausschreibung der Kanalinnensanierungen beteiligten sich 3 Gemeinden. Das Büro Walter hat die Angebote geprüft. Es gibt eine Verringerung der kalkulierten Kosten um 43 %. Einstimmig vergeben wird an die Firma Rossaro Kanaltechnik GmbH & Co.KG, Aalen zum Gesamtangebotspreis von 179.732,83 €. Für Bempflingen bedeutet das: 59.348,34 €. Auch hier, wie beim Vorgängerthema: Kosten Tiefbau rückläufig. 

 

Einrichtung der Krippengruppe in der KiTa Hanflandweg: Vergabe der Arbeiten

Gemeinderäte Brandstetter und Hess sind befangen.

Außenanlagen → Fa. Helmut Janssen Garten und Landschaftsbau aus Reutlingen zum Angebotspreis von 28.019,98 €

Heizung/Sanitär → Fa. Brandstetter Haustechnik GbR aus Bempflingen zum Angebotspreis von 20.777,32 €

Metallbau → Fa. Wolfgang Wacker aus Bempflingen, zum Angebotspreis von 12.081,59 €

Tischlerarbeiten → Fa. Theo Flamm aus Bempflingen, zum Angebotspreis von 23.159,78 €

Fliesenarbeiten → Fa. von Au-Gehrung GmbH aus Nürtingen, zum Angebotspreis von 4.561,27 € 

Putz- und Trockenbau sowie Malerarbeiten → Fa. Heinrich Schmid Riederich zum Angebotspreis von 24,436,55 €

Alles einstimmig.

 

Verbandsversammlung Abwasserzweckverband Bempflingen-Riederich, die Tagesordnung wurde vorgestellt. Nachdem der Betrieb der Kläranlage vom Gruppenklärwerk Wendlingen übernommen wurde, fragt Gemeinderat Michaelis, ob das Labor weiter genutzt wird. Bürgermeister Welser bestätigt dies. Für die Zukunft kann er noch keine Aussagen machen. Das GKW will eventuell jemanden einstellen, der die Proben nimmt. 

 

Nachdem ein paar Baugesuche positiv beschieden worden waren, beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Gebühren für die nicht genutzten Betreuungszeiten in Krippen, Kindergärten und BOB zu erlassen. Bei der Inanspruchnahme der Notbetreuung wird pro gebuchter Tag 1/20 des normal gebuchten Monatssatzes erhoben.

 

Es gingen 2 Spenden bei der Gemeinde ein:

Spender

Zweck 

Geld- bzw. Sachspende

Spielstube Bempflingen

Grill für Gleis 1

500 €

Tobias Ludwig Telefon- und EDV-Service e.K.

Telefon und Mobilfunkver- trag (24 Monate)

Sachspende im Wert von 200,82 €

Verschiedenes: Impfung in Großbettlingen, mit der Vorgabe des Landes, dass die mobilen Impfteams nur <80-Jährige geimpft werden.

Erdarbeiten an der K1257: Bodenseewasserversorgung will Leitung zum Altdorfer Hochbehälter verlegen.

 

Text / Fotos Voss

 

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